Der Tod geht stets an unserer Seite. Nicht unbedingt als Schreckgespenst oder nächtlicher Dieb, sondern als Weggefährte – still, unbeirrbar und oŌ auf seltsame Weise ignoriert. Vom ersten Atemzug bis zur letzten Stunde beobachtet er uns ohne Urteil, ohne Eile, ohne Rückzug. In der Jugend glauben wir, Er befinde sich in weiter Ferne. Im Erwachsenenalter verhandeln wir mit ihm. Und im Alter tun wir oŌ so, als häten wir Frieden mit ihm geschlossen, während wir insgeheim hoffen, noch Zeit zu haben. Was geschieht, wenn der Tod an unsere Tür klopŌ? Bedeutet dies wirklich das Ende oder nur einen Wandel? Denker der unterschiedlichsten Kulturen haben diese Fragen zu beantworten versucht. Manche sagen, nichts bleibe; andere versprechen Eintrit ins Paradies, Vereinigung mit dem Absoluten, Wiedergeburt oder gar Befreiung jenseits aller VorstellungskraŌ. Doch in einem sind sich alle einig: Der Tod zwingt uns, über das Leben nachzudenken. Und durch ernsthaŌes Nachdenken kommen wir der Wahrheit vielleicht ein Stück näher. Mit der vedischen Weisheit des alten Indien als Basis will dieses Buch nicht eine Lehre aufzwingen, sondern einen Weg erhellen. Es behandelt die Seele, den Kreislauf der Wiedergeburt, das Gesetz des karma und die Natur der höchsten Wirklichkeit – nicht in Form von Spekulation, sondern auf der Grundlage von jahrtausendealten Einsichten und gelebten Zeugnissen. Es lädt den Leser ein, das Leben nicht als zufälliges Aufflackern im Dunkel zu sehen, sondern als bewusste Reise, geleitet von gerechten und wohlwollenden Gesetzen. Vor allem aber ist dieses Buch ein Hoffnungsschimmer. Hoffnung, dass unsere Tun Bedeutung hat. Hoffnung, dass Bewusstsein kein Zufall ist. Hoffnung, dass der Tod nicht das Ende, sondern eine Schwelle ist.
Der stille Begleiter — Wohin gehen wir?