Markine bhagavata-dharma

Vers 9 (SB 1.2.17-21)

श ृǼतां ˢकथा: कृˁ: पुǻश्रवणकीतŊन: ।
şȨȶ:˕ो ˨भद्रािण िवधुनोित सुşȖताम् ॥ १७ ॥
नʼप्रायेˉभद्रेषु िनȑं भागवतसेवया ।
भगवȑुȅमʶोके भİƅभŊवित नैिʿकी ॥ १८ ॥
तदा रजˑमोभावा: कामलोभादयʮ ये ।
चेत एतैरनािवȠं İ˕तं सȇे प्रसीदित ॥ १९ ॥
एवं प्रसɄमनसो भगवȥİƅयोगत: ।
भगवȅȇिवǒानं मुƅसǀ˟ जायते ॥ २० ॥
िभȨते şदयग्रİȺİʯȨȶे सवŊसंशया: ।
Ɨीयȶे चा˟ कमाŊिण द ृʼ एवाȏनीʷरे ॥ २१ ॥
śṛṇvatāṁ sva-kathāḥ kṛṣṇaḥ
puṇya-śravaṇa-kīrtanaḥ
hṛdy antaḥ stho hy abhadrāṇi
vidhunoti suhṛt satām
naṣṭa-prāyeṣv abhadreṣu
nityaṁ bhāgavata-sevayā
bhagavaty uttama-śloke
bhaktir bhavati naiṣṭhikī
tadā rajas-tamo-bhāvāḥ
kāma-lobhādayaś ca ye
ceta etair anāviddhaṁ
sthitaṁ sattve prasīdati
evaṁ prasanna-manaso
bhagavad-bhakti-yogataḥ
bhagavat-tattva-vijïānaṁ
mukta-saṅgasya jāyate

SB 1.2.17-21

bhidyate hṛdaya-granthiś
chidyante sarva-saṁśayāḥ
kṣīyante cāsya karmāṇi
dṛṣṭa evātmanīśvare

śṛṇvatām—diejenigen, die den Drang entwickelt haben, die Botschaft zu hören; sva-kathāḥ—Seiner eigenen Worte; kṛṣṇaḥ—die Persönlichkeit Gottes; puṇya—Tugenden; śravaṇa—Hören; kīrtanaḥ—Chanten; hṛdi antaḥ sthaḥ—im eigenen Herzen; hi— gewiss; abhadrāṇi—das Verlangen, Materie zu genießen; vidhunoti—reinigt; suhṛt—Wohltäter; satām—des Aufrichtigen. naṣṭa—zerstört; prāyeṣu—fast zu nichts; abhadreṣu—alles Unheilvolle; nityam—regelmäßig; bhāgavata—das ŚrīmadBhāgavatam oder der reine Gottgeweihte; sevayā—indem man dient; bhagavati—der Persönlichkeit Gottes; uttama— transzendentale; śloke—Gebete; bhaktiḥ—liebevoller Dienst; bhavati—kommt dazu; naiṣṭhikī—unwiderruflich. tadā—zu der Zeit; rajaḥ—in der Erscheinungsweise der Leidenschaft; tamaḥ—die Erscheinungsweise der Unwissenheit; bhāvāḥ—die Situation; kāma—Lust und Begierde; lobha—Gier; ādayaḥ—andere; ca—und; ye—was immer sie sind; cetaḥ—der Geist; etaiḥ—durch diese; anāviddham—ohne beeinflusst zu werden; sthitam—gefestigt; sattve—in der Erscheingungsweise der Tugend; prasīdati—wird so vollauf zufrieden. evam—so; prasanna—belebt; manasaḥ—des Geistes; bhagavatbhakti—dem hingebungsvollen Dienst für den Herrn; yogataḥ— durch Kontakt mit; bhagavat—mit Bezug auf die Persönlichkeit Gottes; tattva—Wissen; vijñānam—wissenschaftlich; mukta— befreit; saṅgasya—der Gesellschaft; jāyate—wird wirksam. bhidyate—durchtrennt; hṛdaya—das Herz; granthiḥ—der Knoten; chidyante—in Stücke geschnitten; sarva—alle; saṁśayāḥ— Zweifel; kṣīyante—beendet; ca—und; asya—seine; karmāṇi—Kette fruchtbringender Handlungen; dṛṣṭe—nachdem man gesehen hat; eva—gewiss; ātmani—das Selbst; īśvare—dominierend.

[Es heißt im Śrīmad-Bhāgavatam:]

Śrī Kṛṣṇa, die Persönlichkeit Gottes, der auch als Paramātmā im Herzen eines jeden weilt und der Wohltäter des aufrichtigen Gottgeweihten ist, entfernt den Wunsch nach materiellem Genuss aus dem Herzen jenes Geweihten, der den Drang entwickelt hat, Seine Botschaften zu hören, die in sich selbst tugendhaft sind, wenn man sie vorschriftsgemäß hört und chantet. Indem man regelmäßig an Vorlesungen aus dem Bhāgavatam teilnimmt und dem reinen Gottgeweihten dient, wird alles, was dem Herzen schadet, fast gänzlich vernichtet, und liebevoller Dienst für den Höchsten Herrn, den Seine Geweihten mit transzendentalen Liedern lobpreisen, wird zu einer unwiderruflichen Tatsache. Sobald unwiderruflicher liebevoller Dienst im Herzen fest verankert ist, weichen die Auswirkungen der Erscheinungsweisen der Leidenschaft und Unwissenheit, wie Lust, Begierde und Habsucht, aus dem Herzen. Dann ist der Gottgeweihte in Tugend gefestigt und wird in jeder Hinsicht glücklich. So in der Erscheinungsweise unverfälschter Tugend verankert, erlangt derjenige, dessen Geist durch Kontakt mit hingebungsvollem Dienst für den Herrn belebt ist, positives wissenschaftliches Wissen über die Persönlichkeit Gottes auf der Stufe, die von allem materiellen Einfluss frei ist. So wird der Knoten im Herzen durchtrennt und alle Zweifel zerfallen in Stücke. Die Kette fruchtbringender Handlungen hat ein Ende, sobald man das Selbst als Meister erkennt.

Diese fünf Verse gehören zu den wichtigsten des ŚrīmadBhāgavatam, denn sie beschreiben – prägnant und schrittweise – den Weg zum Kṛṣṇa-Bewusstsein. Prabhupāda zitiert diese Verse häufig in seinen Büchern, insbesondere den ersten, der erklärt, wie

die Reinigung des Herzens durch das Hören von kṛṣṇa-kathā – der Botschaft Kṛṣṇas, Vāsudevas – beginnt. Die erste und zugleich wichtigste Voraussetzung ist der aufrichtige Wunsch, über Kṛṣṇa zu hören und zu sprechen: śṛṇvatāṁ. Dieses Wort bezeichnet eine Person, die den inneren Drang entwickelt hat, von und über den Herrn zu hören. In einem früheren Vers desselben Kapitels (SB 1.2.13) äußern die Weisen von Naimiṣāraṇya gegenüber Sūta Gosvāmī ihren Wunsch, mehr über die Höchste Persönlichkeit Gottes zu erfahren. Sie fügen hinzu, dass durch diesen Vorgang sowohl der Sprecher als auch der Hörer spirituell erhoben werden.

In seinem Kommentar zu diesem Vers erklärt Śrīla Prabhupāda: Hier werden die Voraussetzungen für ein fruchtbares Hören der transzendentalen Botschaft der Absoluten Wahrheit beschrieben. Die erste Voraussetzung ist, dass die Zuhörerschaft aufrichtig ist und den Wunsch hat, aufmerksam zuzuhören. Außerdem muss der Sprecher Mitglied der Schülerfolge eines anerkannten ācāryas sein. Diejenigen, die an materiellen Dingen hängen, können die transzendentale Botschaft des Absoluten nicht verstehen. Unter der Anleitung eines echten spirituellen Meisters wird man allmählich geläutert. Deshalb muss man sich in die Kette der Schülerfolge einreihen und die spirituelle Kunst durch ergebenes Hören erlernen. Im nächsten Vers seines Gebets beschreibt Śrīla Prabhupāda die Wirkung des Hörens über Kṛṣṇa.