িক ভােব বুঝােল তারা বুেঝ েসই রস এত কৃপা কর ϕভΦ কির িনজ-বশ (৫)
ki bhāve bujhāle tārā bujhe sei rasa eta kṛpā kara prabhu kari nija-vaśa ki bhāve—wie; bujhāle—wenn Du sie verstehen lässt; tārā—sie (die Menschen); bujhe—verstehen; sei rasa—den Geschmack hingebungsvollen Dienstes (rasa); eta—eine solche; kṛpā— Barmherzigkeit; kara—gewähre bitte; prabhu—o Herr; kari—ich mache; nija-vaśa—Deinem Willen unterstellt.
Wie nur, o Herr, wird ihr Herz je fähig sein, den Geschmack hingebungsvollen Dienstes zu kosten? Ich flehe um Deine Gnade. Mach mich zu einem Werkzeug in Deiner Hand, damit ich ihnen Deine Botschaft nahebringen kann.
Nachdem Śrīla Prabhupāda im vorherigen Vers sein Vertrauen in Kṛṣṇas mystische Kraft ausgesprochen hat, durch die selbst das scheinbar Unmögliche möglich wird, äußert er nun erneut Zweifel, ob Menschen, die ganz vom Geschmack materieller Freuden vereinnahmt sind, überhaupt fähig wären, etwas vom höheren Geschmack spirituellen Lebens zu erfassen. Dies macht deutlich, dass Kṛṣṇa-Bewusstsein nicht allein auf philosophischem Verständnis oder dem Erwerb von Wissen beruht, sondern letztlich in der Erfahrung eines Geschmacks, der mit nichts Materiellem vergleichbar ist. In diesem Zusammenhang ist erwähnenswert, dass der Begriff „Kṛṣṇa-Bewusstsein”, den Prabhupāda für die Benennung seiner internationalen Gesellschaft wählte, eine Übersetzung von Rūpa
Gosvāmīs Satz kṛṣṇa-bhakti-rasa-bhāvitā matiḥ ist. Im fünften Vers seines Gedichts überträgt Prabhupāda den Ausdruck sei rasa als „den Geschmack hingebungsvollen Dienstes”, was mit kṛṣṇabhakti-rasa – also Kṛṣṇa-Bewusstsein – gleichzusetzen ist. Seine Mission besteht darin, seine Anhänger zur Erfahrung dieses Geschmacks zu führen, das heißt zur Erfahrung des erlesenen Geschmacks, der aus dem Dienst an Kṛṣṇa hervorgeht und alle weltlichen Genüsse verblassen lässt. Geschmack oder Gefallen bzw. Missfallen an etwas treibt alle unsere Handlungen an. Die Erfahrung von Freude ist der Sinn des Lebens. Es ist das, was das Leben erst lebenswert macht: ānandamayo ’bhyāsāt. Die gesamte Praxis des Kṛṣṇa-Bewusstseins besteht darin, das Streben nach oberflächlichem, trivialem Glück in das Streben nach höherem, spirituellem Glück zu verwandeln. Dieser Aspekt des Kṛṣṇa-Bewusstseins ist unerlässlich, doch wie Śrīla Prabhupāda häufig betonte, handelt es sich dabei keineswegs um etwas Banales. Gerade deshalb äußert er hier eine tiefe Sorge: Wie kann diese Aufgabe in einem Klima offenkundigen Hedonismus bewältigt werden? Kritiker würden in Frage stellen, warum der Geschmack hingebungsvollen Dienstes höher einzustufen sei als der Geschmack sinnlicher Vergnügungen. Die Römer haben dafür das Sprichwort geprägt: de gustibus non disputandum est – „Über Geschmack lässt sich nicht streiten”. Geschmäcker sind nun mal eben verschieden. Deshalb heißt es: „Jedem Tierchen sein Pläsierchen”, ein Gedanke, der von der jungen Generation Amerikas in den 60er Jahren mit den Worten „Wenn es sich gut anfühlt, dann mach’s einfach!” ausgedrückt wurde. Angesichts dieser Schwierigkeiten betet Śrīla Prabhupāda schlicht um die Gnade des Herrn, damit er in der Lage sei, selbst den kompromisslos materialistischen Menschen die transzendentalen Botschaften der göttlichen Liebe, wie sie Śrī Caitanya Mahāprabhu verkündet hat, nahezubringen.