রজস তেমা হেত তেব পাইেব িনѷার দেয়র অভϒ সেত ঘুিচেব তাহার (১০)
rajas tamo ha’ te tabe pāibe nistāra hṛdayera abhadra sate ghucibe tāhāra rajaḥ—die Erscheinungsweise der Leidenschaft; tamaḥ—die Erscheinungsweise der Unwissenheit; ha’te—von; tabe—dann; pāibe—wird erreichen; nistāra—Befreiung; hṛdayera— des Herzens; abhadra—Unheilvolle; saba—alles; ghucibe—wird beseitigt; tāhāra—von ihnen.
Der Gottgeweihte wird vom Einfluss der Erscheinungsweisen Leidenschaft und Unwissenheit frei, und so weichen alle unheilvollen Dinge aus seinem Herzen.
Hier wird die wunderbare Wirkung des Hörens über den Herrn beschrieben. Wenn der transzendentale Klang von Kṛṣṇas Namen, Gestalt, Eigenschaften und Spielen das Ohr durchdringt und das Herz erreicht, lassen die Einflüsse von Leidenschaft und Unwissenheit nach, und das Herz wird von aller materiellen Verunreinigung frei. Das Wort abhadra, das hier mit „unheilvoll” übersetzt wird, erscheint auch im ersten der fünf vorher zitierten Verse (SB 1.2.17), wo Śrīla Prabhupāda es mit „das Verlangen, Materie zu genießen” übersetzt. Die Neigung, materielle Dinge genießen zu wollen, gilt als unheilvoll, denn solange ein solches Verlangen das Herz beherrscht, erhält man immer wieder neue materielle Körper, um diese Wünsche erfüllen zu können.
Deshalb warnt Ṛṣabhadeva seine Söhne: Solange das Herz unrein ist, bleibt das Bewusstsein trüb, und solange man in materielle Handlungen verstrickt ist, muss man einen materiellen Körper annehmen, also einen Körper, der zwar vergänglich ist, jedoch Leid verursacht. Der einzige wahre Zweck des menschlichen Lebens besteht darin, sich aus dem Griff Māyās und aller materiellen Aktivitäten zu befreien. Denn solange man in der materiellen Welt bleibt, muss man die Leiden von Geburt, Tod, Alter und Krankheit immer wieder durchleben. Ṛṣabhadeva erklärt seinen Söhnen, dass es seiner Ansicht nach ein Zeichen mangelnder Einsicht sei, wenn man durch sein Handeln die Reise durch die materielle Existenz immer wieder verlängert. Während seines Aufenthalts in Boston wurde Prabhupāda genau mit dieser Realität konfrontiert: einer Bevölkerung, die in materielle Handlungen vertieft war, beherrscht von den Erscheinungsweisen der Leidenschaft und der Unwissenheit – und völlig ahnungslos, was spirituelle Bestrebungen betraf. Er wusste, dass es nur ein Heilmittel gab: das Herz dem reinigenden Einfluss transzendentalen Klangs auszusetzen. Doch wie sollte man solch materialistisch geprägte Menschen dazu bewegen, dem transzendentalen Klang überhaupt Gehör zu schenken? Darin lag die eigentliche Herausforderung. Und so sehen wir, dass sich Prabhupāda erneut an den Herrn wendet. Er äußerte seinen innigen Wunsch, seine Mission erfüllen zu können und bittet um die Gnade, für diese Aufgabe ermächtigt zu werden.