অিখল জগত-ვ! বচন েস আমার অলঙ্কৃত কিরবার Ϡমতা েতামার (১৩)
akhila jagata-guru! vacana se āmāra alaṅkṛta karibāra kṣamatā tomāra akhila jagata-guru—O spiritueller Meister des gesamten Universums; vacana—Worte; se—diese; āmāra—meine; alaṅkṛta—
geschmückt;
aribāra—zu
machen;
kṣamatā—die
Fähigkeit;
tomāra—Deine.
O spiritueller Meister aller Welten! Ich kann nur Deine Botschaft wiederholen. Es liegt an Dir, die Kraft meiner Sprache so zu gestalten, dass sie für ihr Verständnis geeignet ist.
Die Qualifikation eines echten Predigers besteht darin, Kṛṣṇas Botschaft unverändert zu überbringen. Das bedeutet jedoch nicht, dass er sie lediglich wie ein Papagei wiederholt. Er muss den Inhalt in sich aufnehmen und dann mit eigenen Worten so wiedergeben, dass er für das Verständnis seiner Zuhörer geeignet ist. Śrīla Prabhupāda erklärt dies im Śrīmad-Bhāgavatam (1.4.1): Man muss volles Vertrauen in den vorangegangenen ācārya haben und zugleich das Thema so gut beherrschen, dass man es, den besonderen Umständen Rechnung tragend, auf geeignete Weise erklären kann. Der ursprüngliche Sinn des Textes muss erhalten bleiben. Man darf keine nebulöse Bedeutung herausinterpretieren, doch sollte man das Thema dem Verständnis der Zuhörerschaft gemäß auf ansprechende Weise präsentieren. Das nennt man Verwirklichung. Einem seiner Schüler, der an Universitäten predigte, schrieb er: Die Universitäten sind sehr wichtig, denn dort gibt es Menschen, die unsere Philosophie zu schätzen wissen. Wenn du also im Hörsaal sprichst, zitiere einfach aus meinen Büchern und erkläre die Bedeutung mit deinen eigenen Worten. Die Studenten werden das sehr zu schätzen wissen. In einem Vortrag im Jahr 1969 sagte er: Wir folgen den alten Prinzipien. Wir sagen nichts Neues. Wir wiederholen alte Weisheiten. Kṛṣṇa sagte vor fünftausend Jahren: sarva-dharmān parityajya mām ekaṁ śaraṇaṁ vraja. „Gib alle Arten von Religiösität auf und ergib dich einzig Mir.” (Bg. 18.66) Wir wiederholen dieselbe Botschaft. Also nichts Neues. Wir wiederholen nur, was schon da ist. Unser „Hare Kṛṣṇa” – ist das nicht auch eine Wiederholung? Hare Kṛṣṇa, Hare Kṛṣṇa, Kṛṣṇa Kṛṣṇa, Hare Hare. Wie sagt man? „Alten Wein in neue Flaschen füllen,” nicht wahr? [lacht] Es ist also alter Wein. Wir füllen ihn einfach in neue Flaschen. Das ist alles. Kṛṣṇa sagt in der Bhagavad-gītā (15.15) auch: sarvasya cāhaṁ hṛdi sanniviṣṭo mattaḥ smṛtir jñānam apohanaṁ ca „Ich weile im Herzen eines jeden Wesens, und von Mir stammen Erinnerung, Wissen und Vergessen.” Hier bittet Śrīla Prabhupāda den Herrn um die Fähigkeit, seine Worte so zu formulieren, dass selbst Menschen im Westen, die keinerlei Erfahrung mit der Vaiṣṇava-Philosophie haben, seine Botschaft verstehen können.