Markine bhagavata-dharma

Nachwort

Das hier kommentierte Gedicht, Mārkine Bhāgavata-dharma, ist weit mehr als eine persönliche Gebetsmeditation eines frommen Reisenden im fernen Jahr 1965. Es ist ein historisches Dokument, ein poetisches Vermächtnis und ein Zeugnis tiefster Hingabe. Śrīla Prabhupāda schrieb es nicht für die Öffentlichkeit, sondern als vertrauliches Zwiegespräch mit seinem Herrn – und gerade dadurch offenbart es so viel über sein Herz. Die Gedichtverse sprechen von Zweifel und Hoffnung, Ohnmacht und Vertrauen, Sorge und völliger Hingabe. In ihnen sehen wir einen Gottesdiener, der sich seiner Unzulänglichkeit bewusst, aber dennoch bereit ist, alles zu wagen – weil er sich auf die unfehlbare Führung Kṛṣṇas verlässt. Die demütige Stimme, die da aus einer Kajüte im Hafen von Boston ertönt, war zugleich die leise Ankündigung einer spirituellen Revolution, die schon bald Amerika und schließlich die ganze Welt erfassen sollte. Millionen von Menschen sind durch Śrīla Prabhupādas Bücher, seine Lehren, seine Mission und sein persönliches Beispiel zum ersten Mal mit Kṛṣṇa-Bewusstsein in Berührung gekommen, und nicht wenige von ihnen verdanken diesem Gedicht die erste tiefe Berührung mit seinen innersten Beweggründen. Wer dieses Gebet liest, dem wird deutlich: Der Weg zum Erfolg im spirituellen Leben führt nicht über Selbstvertrauen, sondern über Vertrauen in Kṛṣṇa; nicht über rhetorische Brillanz, sondern über das aufrichtige Bitten um Ermächtigung; nicht über äußere Macht, sondern über innere Hingabe. Möge dieses Gebet – nun in neuer sprachlicher Gestalt, begleitet von Erläuterungen – den Lesern zur Inspiration werden und sie ermutigen, selbst als Werkzeuge in den Händen des Herrn zu wirken: bereit zu tanzen, wenn Er ruft.